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24 11 agenor
Sonnabend 24.November 2018, 20 Uhr - Kammermusik - Ensemble Agenor: Jule Hinrichsen – Violoncello, Walewein Witten – Klavier, Eintritt: 10/ 7 /BerlinPass 3 €/Kinder bis 14J frei

DAS ENSEMBLE
zeichnet sich aus durch eine originelle Programmwahl, ein besonderes Interesse für unbekanntes Repertoire und durch die permanente Suche nach neuen Perspektiven auf
die großen Werke für Klavier und Violoncello. Ausgebildet und erfahren in sowohl der herkömmlich klassischen Tradition als auch in der
historisch informierten Aufführungspraxis der Alten Musik, lösen sich die Musiker von traditionellen Interpretationsmodellen und begeben sich auf die Suche nach der eigenen,
individuellen Klangwelt der Musik.
DIE PROGRAMMIDEE
Eine Reise durch Europa: vier Länder, vier Programme.
Eines der wichtigsten Merkmale der Europäischen Musikgeschichte ist, neben der einheitlichen Entwicklung der Kompositionstechnik, die große Verschiedenheit der
musikalischen Zentren und Länder. Bereits in der Kirchenmusik des Mittelalters zeigen sich regionale Unterschiede: vergleichbar mit den lokalen Dialekten, finden wir im Gregorianischen Gesang
unterschiedliche Melodienarten mit eigenen, typischen Betonungen und Ausprägungen. In der Renaissance und im Barock, als die europäische Musik ihre erste grosse Blüte erlebt,
verfeinern sich diese Charaktere und werden spezifischer. Auch in der europäischen Musik des 19. und 20. Jahrhunderts zeigen sich, trotz der
gemeinsamen Musiksprache nach klassischem Modell, deutliche lokale Unterschiede und Regionale Färbungen in Klang und Ausdruck. Nicht ohne Grund ist die Rede von
„Nationalen Schulen“, und man findet in Werken aus Ländern wie Russland, Norwegen oder England häufig Elemente der Volksmusik.
Wodurch entstehen diese wahrnehmbaren Unterschiede der Musik aus unterschiedlichen Ländern? Was zum Beispiel macht den volksliedhaften Charakter der englischen Musik
aus, wodurch wirkt die französische Musik so leicht und elegant?
Walewein Witten und Jule Hinrichsen suchen die Antwort in der Musik, durch eine direkte Musizier- und Hörerfahrung.
Jedes Programm besteht aus einer Kombination von Sonaten und Solowerken, von bekannteren und unbekannteren Komponisten, mit denen wir tief in die musikalische
Erlebniswelt des jeweiligen Landes eintauchen. Sie sind herzlich eingeladen, uns auf dieser Reise zu begleiten!

Walewein Witten studierte zunächst Hammerflügel an der Königlichen Hochschule in Den Haag bei Stanley Hoogland und Bart van Oort, und erwarb 1999 das Masters Diplom.
Bereits in der Studienzeit war er ein vielgefragter Partner für Kammermusik, und geschätzter Liedbegleiter von Sängern.
Das Bedürfnis sich mit späteren Musikstilen zu befassen führten zu dem Entschluss sich auch dem modernen Klavier zu widmen. Von 1999-2001 studierte er Klavier in Barcelona
bei Carmen Vila, einer Schülerin von Paul Padua-Skoda. Anschließend studierte er Klavier an der Akademie der Künste in Utrecht bei Martijn van den Hoek und Alexander
Warenberg und schloss 2003 mit dem Konzertexamen ab.
Er nahm an Meisterkursen für Klavier und Hammerflügel bei Paul Badura-Skoda (1998) und bei Alexei Lubimov (2000) teil. Liedgestaltung und -begleitung studierte er in
zahlreichen Meisterkursen, unter anderen bei Rudolf Jansen und Elly Ameling (2005), Matthias Goerne und Irwin Gage.Am Hammerflügel und am modernen
Klavier ist er vor allem solistisch und als Kammermusiker tätig, mit Geige und Cello, Flöte und Klarinette, und als Liedbegleiter. Mit Orchester führte er
unter anderem die Klavierkonzerte von Grieg und Schumann, Beethoven 3. Konzert in c-moll und verschiedene Konzerte von Mozart auf.
Von 2005 bis 2014 war Walewein Witten als Repetitor an den Opernhäusern von Düsseldorf, Bremerhaven und Kassel beschäftigt.
In dieser Zeit war er des öfteren als Solopianist in verschiedenen Ballettpoduktionen und Galas auf der Bühne zu sehen, und spielte er mehrere Solo- und Liederabende auf
Hammerflügel und modernem Klavier. Im Frühjahr 2018 wird eine Solo-CD erscheinen, mit Werken von Haydn, Mozart und Beethoven, gespielt auf einem Hammerflügel nach Walter &Sohn aus 1805 von Gerard
Tuinman. Eine zweite Aufnahme mit Werken von Beethoven, Schumann und Chopin ist bereits geplant für 2019, gespielt auf Hammerflügeln nach Broadwood und Pleyel.

Das breit gefächerte Repertoire der aus Schleswig-Holstein stammenden Cellistin Jule Hinrichsen umfasst sowohl die historische Aufführungspraxis zahlreicher Passionen, Oratorien und Opern sowie
viele Kammermusikwerke, im Besonderen der barocken und klassischen Musikliteratur.
Jule Hinrichsen konzertiert als Solo- Cellistin regelmässig mit diversen Ensembles, unter anderem dem deutsch-tschechischen Kammerorchester KAVKA, dem Jungen Barockorchester Berlin
sowie der Bremer Kammersinfonie. Sie ist Mitglied der Deutschen Kammervirtuosen Berlin, deren rege Konzerttätigkeit mit dem Windsbacher Knabenchor sie bereits in viele
Länder Europas führte. Seit Herbst 2016 ist sie zudem Mitglied des mit dem Echo Klassik-Preis ausgezeichneten Berolina Ensembles.
In den Jahren 2006/07 unternahm sie als Mitglied des Ensembles Salut Salon zahlreiche Tourneen, unter anderem nach Italien und China. Während des Studiums war sie im Jahre 2002 Praktikantin im Philharmonischen
Staatsorchester Hamburg und anschliessend Stipendiatin der Ferenc-Fricsay Orchesterakademie des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin, wo sie anschließend auch einen Zeitvertrag bekam.
Jule Hinrichsen studierte an der Universität der Künste in Berlin bei Prof. Jens Peter Maintz und erweiterte anschliessend Ihre Ausbildung durch ein Studium der Alten Musik
bei Markus Möllenbeck, Phoebe Carrai und schließlich Jan Freiheit, welches sie mit dem Master der Alten Musik Continuo abschloss.

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